Klimaneutralität!

 Eine Kooperation mit

Aber warum eigentlich?

Jeder von uns hat als Mensch die Auswirkungen unseres persönlichen Handelns gegenüber Umwelt und Natur zu verantworten. Die Heckengäu-Brennerei stellt sich gerne dieser Verantwortung auch als Unternehmen. Leider ist es uns nicht möglich im aktuellen Betriebsaufbau die Gegebenheiten zu ändern und erzeugen so natürlich auch eine Klimabelastung. Wir haben uns entschlossen diese durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten zu kompensieren. Leider mussten wir feststellen, dass diese Kompensation üblicherweise durch die Unterstützung von Klimaprojekten in Südamerika erzeugt werden. Als regionales Unternehmen war es für uns von großer Bedeutung diese Kompensation auch in unserer Region durchzuführen.

Nach langer Recherche fanden wir schließlich die wachsenden Humusaufbauprojekte und lernten über deren Potenzial. Wir sind nun begeistert eine Kooperation zu betreiben und freuen uns so auch unseren Beitrag für eine nachhaltigere Wirtschaft zu leisten.

Erfahren Sie hier nun, was hinter dem Projekt steckt.

 

Boden wieder beleben - wir haben uns dem Klimaschutz verpflichtet!

Grundsatz der landwirtschaftlichen Bodennutzung ist es, die Fruchtbarkeit und Leistungsfähigkeit des Bodens als natürliche Ressource nachhaltig zu sichern. Konventionelle Landwirtschaft und die daraus entstehende Bodenerosion sorgen für einen stetigen Abbau des Humus. Hier gilt es gegenzusteuern! Durch unsere Produkte können Sie mithelfen!

 

Unsere Böden

Allein in den vergangenen 25 Jahren ist etwa ein Viertel der Landoberfläche der Erde degradiert. Pro Jahr verliert die Menschheit und das Ökosystem über 10 Millionen ha an fruchtbarem Boden. 77 ha verliert allein Deutschland jeden Tag durch Versiegelung, Erosion oder Verschmutzung. In Zahlen ausgedrückt entspricht das 24 Milliarden Tonnen an fruchtbarem Boden.

Boden bezeichnet die oberste nur wenige Zentimeter bis Meter dicke Erdschicht. Sie braucht sehr lange, um sich zu entwickeln. Die Böden entstanden in vielen tausenden Jahren. Von der Fruchtbarkeit der Böden hängt es ab ob Pflanzen wachsen können.

90 % unserer Nahrungsmittelproduktion hängen unmittelbar vom Boden ab. Die Qualität und der Humusgehalt des Bodens bestimmen über die Erträge und vor allem die Nachhaltigkeit der Erträge.

 

Humus im Boden

Die grüne Pflanze ist als einziges Lebewesen befähigt, CO2 aufzunehmen und in organische Masse umzuwandeln. Der Humus im Boden besteht zu 58 % aus Kohlenstoff.

Humose Böden sind wesentlich weniger erosionsgefährdet als humusarme Böden. Sie sind widerstandsfähiger gegen Witterungsereignisse wie Starkregen, Wind und Trockenheit. Ein humoser Boden kann pro Prozent Humusgehalt bis zu 400 m³ Wasser pro ha zusätzlich speichern. Ein humoser Boden kann Starkniederschläge bis zu 125 l pro m² und Stunde aufnehmen. Das senkt zusätzlich die Gefahr von Überschwemmungen. Ein humoser Boden ist ein enormer Nährstoffspeicher. Pro Prozent Humusgehalt werden z.B. 2.500 kg Stickstoff gebunden, Stickstoff der bei Bedarf von den Pflanzen abgerufen werden kann. Stickstoff der somit auch nicht als Nitrat ins Grundwasser ausgespült werden kann.

 

Durch Humusaufbau CO2 binden

Die grüne Pflanze nimmt durch Photosynthese CO2 auf und wandelt dieses in Sauerstoff und Kohlenstoff um. Dabei wird der Sauerstoff an die Atmosphäre abgegeben und der Kohlenstoff bleibt in der Pflanze gebunden. Die grüne Pflanze ist als einziges Lebewesen dazu in der Lage. Bisher ist nicht einmal der Mensch mit all seinen technischen Errungenschaften in der Lage diesen Prozess künstlich nach zu bilden. Sobald die Pflanze abstirbt wird sie wieder in ihre Einzelteile zerlegt. Dabei wird der gebundene Kohlenstoff teilweise in Verbindung mit Sauerstoff zu CO2 umgewandelt und an die Atmosphäre abgegeben. Werden die abgestorbenen Pflanzenteile aber in stabile Huminsäuren und somit zu Humus umgewandelt, verbleibt der Kohlenstoff und somit das CO2 im Boden fixiert. Dies bedeutet, wird der Humusgehalt im Boden erhöht wird der CO2 Gehalt in der Atmosphäre reduziert und somit das Klima entlastet. Umgekehrt bedeutet Humusabbau, z.B. durch intensive Monokulturen, der fixierte Kohlenstoff wird zu CO2 abgebaut und das Klima wird zusätzlich belastet.

Wenn es also gelingt, den Humusgehalt des Bodens zu erhöhen, so wird der darin enthaltene Kohlenstoff langfristig gespeichert und entweicht nicht als CO2 in die Atmosphäre. Durch gezielte Humusaufbau-Projekte können regionale Landwirtschaft, langfristiger Klimaschutz und nachhaltigere Erzeugnisse gefördert werden.

Rein rechnerisch können über den Humusaufbau auf allen landwirtschaftlichen Nutzflächen weltweit die überschüssigen Emissionen, die zur Klimaerwärmung führen, kompensiert werden.

 

Unsere Kooperation

Die Heckengäu-Brennerei kooperiert über die CarboCert GmbH mit Landwirt Knecht in Hildrizhausen, welcher auf seinen Feldern Humusaufbau betreibt. Wir unterstützen dieses Projekt und erhalten dafür Zertifikate über die dabei gebundenen CO2-Massen. Die CarboCert GmbH wirkt als Mittelsmann und überprüft die Humusaufbaumaßnahmen und den zugehörigen Zuwachs. Ebenso werden wissenschaftlich die gebundenen Mengen CO2 ermittelt.

Hier erfahren Sie mehr über die CarboCert GmbH.

 

Was wird kompensiert?

Wir haben für unsere Produkte (Gin, Sloe Gin, Moonshine und Whisky) die entstehenden Klimabelastungen ermittelt. Dabei wurden alle Produktionsschritte und Bestandteile von der Verpackung bis zur erstellten Spirituose bedacht.

Hier die Klimabelastungen einer 0,5-Liter-Flasche Whisky:

Emissionen Heckengäu-Brennerei pro Jahr:

Heizöl: 31.700 kg

Strom (Naturstrom): 0 kg

Wasser: 410 kg

Anteil pro produzierte 0,5L Flasche: 1,6055 kg

Emissionen der Herstellung der Glasflasche:

Flasche Grünglas: 0,3378 kg

Flasche Weißglas: 0,4248 kg

Bei der Glasherstellung werden Strom, Heizöl, Kohle und Erdgas verbraucht. Die einzelnen Ressourcen fallen unterschiedlich stark ins Gewicht. Dabei ist Heizöl der größte Faktor.

Weitere Verpackung:

Label: 0,035 kg

Schrumpfkapsel: 0,05 kg

Korken: 0,125 kg

Rohstoffe (inkl. Transportwege und Verpackung):

Gerstenmalz: 1,875 kg

Transport, Verpackung, etc.: 0,262 kg

In Summe fallen pro 0,5 Liter Flasche Whisky ca. 4,39 kg CO2 an.

Für eine einheitliche und sichere Kalkulation runden wir diesen Wert auf 5 kg CO2-Kompensation pro 0,5Liter Flasche unserer Spirituosen auf.

Pro 0,1-Liter-Flasche rechnen wir 1,5 kg CO2.

 

Wir danken sowohl Landwirt Knecht aus Hildrizhausen, als auch der CarboCert GmbH dies dieses Projekt ermöglicht haben.

Wir sind uns sicher mit diesem Engagement auch im Interesse unserer Kunden zu handeln und zählen auf Ihre Unterstützung. Hoffentlich können wir durch unsere Aktionen auch andere Betriebe zu einem Engagement für unsere Umwelt inspirieren.


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